Umwelt
Das geplante Vorhaben unterliegt der Pflicht zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), weil die installierte Leistung des Windparks mehr als 5 MW betragen wird.
Untersucht wurden unter anderem folgende Themen:
- Luftreinhaltung
- Lärm/Schall
- Schattenwurf
- Erschütterungen
- Nichtionisierende Strahlung (NIS)
- Grundwasser und Karst
- Oberflächengewässer
- Entwässerung
- Boden (inkl. Landwirtschaft)
- Altlasten
- Abfälle
- Umweltgefährdende Organismen (Neobiota)
- Störfälle/Katastrophenschutz
- Wald
- Vögel und Fledermäuse
- Flora, Fauna und Lebensräume (inkl. Jagd)
- Landschaft und Ortsbild (inkl. Lichtimmissionen)
- Kulturdenkmäler, archäologische Stätten
Für jedes dieser Themen wurde der Ist-Zustand untersucht und mögliche Projektauswirkungen in der Bau-, Betriebs- und Rückbauphase diskutiert. Wurde eine potenzielle Schlechterstellung der Umwelt identifiziert, folgte ein mehrstufiger Prozess:
- Vermeidung der Beeinträchtigung: Die Planung wurde wenn immer möglich so angepasst, dass die Beeinträchtigungen vermieden werden können. Beispiel: Die anfangs geplante Schaltkabine auf dem Mülacher verworfen und in den Turmfuss der Anlage Ki4 integriert. Dies entlastet Boden, Landwirtschaft und Landschaftsbild.
- Schonung/Schutz: Kann eine Beeinträchtigung nicht vollständig ausgeschlossen werden, wird sie zumindest so klein wie möglich gehalten. Beispiel: Statt der Standardfahrzeuge wird für den Transport der Rotorblätter ein Spezialfahrzeug eingesetzt, mit dem die Rotorblätter nach oben gekippt werden können. Damit können Rodungsflächen in Kurven deutlich verkleinert werden.
- Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen: Manche Beeinträchtigungen erstrecken sich nur über eine vergleichsweise kurze Zeit, beispielsweise die Bauphase. In diesem Fall muss der ursprüngliche Zustand an diesem Ort nach Abschluss der Bauarbeiten wiederhergestellt werden (Wiederherstellungsmassnahme). Ist die Wiederherstellung vor Ort nicht möglich, müssen anderweitig Ersatzmassnahmen gefunden werden. Beispiel: Im Gebiet Schnäpf (Gemeinde Kienberg) werden eine extensive Waldwiese mit Feuchtgebiet durch Schaffung von kleinen Gruben und Kleinstrukturen im Bereich des Waldrandes der extensiven Waldwiese geschaffen. Zudem entstehen ein extensiver Waldrand und eine Altholzinsel. Diese Massnahme verschönert das Landschaftsbild und wertet den Lebensraum auf für Vögel, Fledermäuse und andere Tiere.
Für die sachgerechte Umsetzung der Umweltauflagen aus dem Bewilligungsverfahren wird eine Umweltbaubegleitung eingesetzt. Sie hilft auch, die Einhaltung der umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und Wegleitungen zu gewährleisten.
Nach sorgfältiger Abwägung aller Interessen kommt der Umweltverträglichkeitsbericht zu dem Schluss, dass der Windpark – unter fachgerechter Umsetzung aller Massnahmen – umweltverträglich realisiert werden kann.